Erkrankung des Darms

Patienten mit einer Darmerkrankung leiden häufig unter folgenden Krankheitszeichen:

  • Stuhlunregelmäßigkeiten wie Durchfall oder Verstopfung
  • Schmerzen bzw. Krämpfe im gesamten Bauchbereich
  • Blähungen in Kombination mit Blut im Stuhl oder vermehrten Schleimauflagerungen

 

Darminfektionen gehören zu den häufigsten Darmerkrankungen. Krankheitserreger und Parasiten, die über verdorbenes Essen oder verschmutztes Trinkwasser aufgenommen werden, können durch Giftstoffe die Darmschleimhaut schädigen. Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit sind die Folge. Besonders schwere Infektionen mit zum Teil tödlichem Ausgang können durch Typhus- und Cholera-Erreger ausgelöst werden.

Betrifft die Entzündung ausschließlich den Wurmfortsatz, so spricht man von einer Blinddarmentzündung. Sie kann durch Krankheitserreger oder Fremdstoffe (z.B. Obstkerne) ausgelöst werden. Typische Beschwerden sind Schmerzen in der Nabel- oder Magengegend, Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit und Fieber. In schweren Fällen muss der Wurmfortsatz operativ entfernt werden, da er sonst die Darmwand durchbrechen kann und der Darminhalt in die Bauchhöhle gelangt.

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Morbus Crohn kann den gesamten Magen-Darm-Trakt befallen, bleibt aber häufig auf den letzten Dünndarmabschnitt (Ileum) oder den obersten Bereich des Dickdarms (Colon ascendens) beschränkt. Die Entzündung erfasst meist die ganze Darmwand. Colitis ulcerosa dagegen betrifft den Dick- und Enddarm (Kolon und Rektum), entzündet ist nur die Darmschleimhaut.

Gutartige Tumore finden sich sehr oft im Dickdarm. Sie werden als Adenome bezeichnet und kommen im Alter immer häufiger vor. In der Regel sind sie harmlos, allerdings können Veränderungen im Erbmaterial (Mutationen) die Entwicklung vom Adenom zum Darmkrebs begünstigen.

Darmkrebs ist der häufigste bösartige Tumor des Verdauungstraktes und hat in den Industrieländern in den letzten 30 Jahren deutlich zugenommen. Da die Heilungschancen im Anfangsstadium besonders hoch sind, empfehlen Experten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab dem 50. Lebensjahr.

Typisch für den Darm, besonders den Dickdarm, ist das Auftreten von Ausbuchtungen in der Darmschleimhaut (Divertikeln). Man vermutet, dass sie bei hartem Stuhl entstehen können, wenn der Darm zu hohen Druck aufwenden muss, um den Darminhalt weiter zu transportieren. Der erhöhte Druck könnte die Bildung der Aussackungen fördern. Blutungen und Entzündungen der Divertikel (Divertikulitis) sind eine häufige Komplikation.

Hämorrhoiden sind Vergrößerungen eines Gefäßpolsters, das den Analkanal umgibt und diesen zusammen mit der Muskulatur verschließt. Als Ursachen gelten vererbbare Faktoren, ballaststoffarme Ernährung und eine ungünstige Sitzhaltung. Hämorrhoiden äußern sich durch Blut im Stuhl, Druckschmerz oder Juckreiz, im fortgeschrittenen Stadium kann der Stuhl nicht mehr zurück gehalten werden. Die Erkrankung ist an sich harmlos, kann aber leicht mit schwerwiegenderen Erkrankungen, wie z.B. Darmkrebs, verwechselt werden. Bei Blut im Stuhl sollte deshalb in jedem Fall ein Internist oder Gastroenterologe aufgesucht werden.

Wie auch beim Magen gibt es im Darm das Krankheitsbild des Reizdarms. Die Patienten klagen über chronische Bauchschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten und Blähungen. Krankhafte Veränderungen des Darms sind jedoch nicht erkennbar. Wahrscheinlich wird er durch falsche Ernährung und psychische Probleme ausgelöst. Da sich die Krankheitszeichen bei Reizdarm und Darmkrebs ähneln, können beide Erkrankungen leicht miteinander verwechselt werden.

Eine weitere klassische Störung ist die Zöliakie bzw. einheimische Sprue. Hierbei handelt es sich um eine Unverträglichkeit der Dünndarmschleimhaut gegenüber Gluten. Gluten ist ein Getreideeiweiß, das in den typischen Getreidesorten wie Roggen, Weizen und Hafer enthalten ist. Als Ursache wird ein vererbbarer Enzymdefekt angenommen.

 

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