Reflux und Schlafapnoe

Es sind mehrere Verbindungen zwischen obstruktiver Schlafapnoe (OSA) und der gastrooesophagealen Refluxkrankheit bekannt. Unter einem Reflux (Rückfluss) versteht man das Zurückfließen von Magensaft in die Speiseröhre. Die Schleimhaut der Speiseröhre ist anders aufgebaut als die des Magens. Der saure Magensaft reizt die Speiseröhre und kann sie auf Dauer schädigen. Hier liegt auch die Ursache für Sodbrennen.

Risikofaktoren für beide Krankheitsbilder sind Übergewicht und verstärkter Alkoholkonsum. Schon deshalb treten sie häufig gemeinsam auf. Es gibt aber auch ursächliche Wechselbeziehungen. Gemeinsame Symptome sind nächtliches Erwachen, nächtliche Atmungsstörungen und gestörter Schlaf.

Bei der obstruktiven Schlafapnoe treten Atembewegungen gegen verschlossene obere Atemwege auf, wobei im Brustraum ein Unterdruck entsteht. Im Liegen steigt der Druck im Bauchraum, was den Druckunterschied am Zwerchfell weiter steigert. Diese Druckverhältnisse sind eine Ursache für den gesteigerten Reflux in der Nacht.

Weitere Faktoren sind die Weckreaktionen nach jedem Atemaussetzer, die gestörte Schlafarchitektur und Störungen der Blutgase.

Durch die Schleimhautreaktion auf den Magensaft kann sich die Schlafapnoe noch zusätzlich verschlechtern.

Die obstruktive Schlafapnoe ist ein unabhängiger Risikofaktor für die Refluxkrankheit.

Durch eine nCPAP-Therapie kann unabhängig von einer OSA ein nächtlicher Reflux deutlich vermindert werden. Allerdings führt die medikamentöse Refluxtherapie mit Säureblockern (Protonenpumpeninhibitoren) nicht zu einer Besserung der Schlafapnoe.

Eine Refluxerkrankung im Zusammenhang mit einer Schlafapnoe wird mit Säureblockern medikamentös behandelt.

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