Behandlung und Versorgung, wenn die Lebenszeit nur noch begrenzt zur Verfügung steht!

 
Die Coronapandemie lässt viele Menschen ins Grübeln geraten. Wenn man dann noch die Diagnose einer schweren Erkrankung bekommt, dann stehen viele Fragen im Raum. Der Verlust des Sicherheitsgefühls, Sorgen um geliebte Angehörige, Ungewissheit der Zukunft. Einigen wird „der Boden unter den Füßen weggerissen“. Einige fühlen sich ohnmächtig. Viele haben Angst bei Symptomen alleine zu sein. Aber eine Frage ist die häufigste, wie das verbleibende Leben aussehen wird.
Umso wichtiger ist ein Versorgungsnetz für diese Patienten. Dabei ist der ambulante Baustein (ambulanter Palliativdienst) genauso elementar wie die stationäre Versorgungsmöglichkeit. Das Angebot einer stationären Palliativeinheit hielten auch die Samtgemeinden rund um das Hümmling Hospital für so bedeutsam, dass Geld für die bauliche Neuorganisation im Jahre 2020 zur Verfügung gestellt wurde. Davon profitiert auch Frau Wess, geboren 1982. Bei ihr wurde ein metastasierendes Pankreas Karzinom, also ein streuender Bauchspeicheldrüsenkrebs, diagnostiziert. Die Chemotherapie hat sie schon hinter sich und im Juli 2020 wurde sie über ihren Hausarzt in die Palliativversorgung weitergeleitet. Das Ziel für Patient, Hausarzt und der Mitarbeiter der SAPV ist die Betreuung und Stabilisierung in der häuslichen Situation. Auch ihre Angehörigen sind dankbar für die Unterstützung, da sie häufig das Gefühl der Hilflosigkeit überkommt. Die Palliativfachkräfte betreuen Frau Wess aufgrund von Schmerzen, Übelkeit, Verstopfung und Unruhezuständen. Außerdem möchte Frau Wess eine pyschotherapeutische Unterstützung, damit sie ihren gesundheitlichen Zustand verarbeiten kann. Und nicht nur ihr Anliegen ist ihr wichtig, sondern auch das ihres Mannes. Für ihn wollte sie einen festen Ansprechpartner haben, um den anstehenden Verlust verarbeiten zu können.
Der Dezember 2020 ließ Frau Wess und ihre Familie dann aufatmen. Ihr Zustand hat sich stabilisiert, sodass die SAPV Betreuung vorerst abgeschlossen werden konnte. Natürlich ist ein Wiedereinstieg in die SAPV jederzeit wieder möglich.
Und dies ist leider wieder eingetreten. Frau Wess hatte starke Schmerzen, Aszites (freie Flüssigkeit im Bauchraum), massive Verstopfung und ihr Ehemann war stark überfordert. Sie rief im Hümmling Hospital Sögel an und schilderte dem Team auf der Palliativstation ihren aktuellen Zustand. Als Krisenintervention ist sie sofort auf der Station aufgenommen worden. Ihr fiel eine Last von den Schultern und die Behandlung wurde direkt eingeleitet. Es wurde eine Aszitespunktion durchgeführt, eine Ablaufdrainage gelegt und die Schmerztherapie wurde eingeleitet. Außerdem wurde eine Nebenwirkung der Chemotherapie behandelt. Sie hatte sehr mit einem starken Kribbeln in den Füßen zu kämpfen und viele Wunden an den Zehen. Während der stationären Versorgung auf der Palliativstation hatte Frau Wess auch einen neuen Freund gefunden. Oskar ist ein Begleithund und besucht regelmäßig die Patienten auf der Palliativstation. Er gibt ihnen Trost, zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht und hört sich all ihre Zweifel an.
Frau Wess ging es nach ein paar Wochen wieder besser, sodass sie wieder nach Hause entlassen werden konnte. Die ambulante Palliativversorgung ist mehrmals in der Woche bei ihm.

Dieser nahtlose Übergang von ambulanter und stationärer Versorgung ist wie erwähnt auch den Förderern der stationären Einheit zu verdanken.
In diesem Sinne möchte sich das Hümmling Hospital Sögel bei allen Spendern bedanken. Die Palliativstation stellt die heimatnahe stationäre Versorgung für Patienten wie Frau Wess sicher, wenn diese zu Hause nicht mehr möglich ist.

Gespendet haben bisher die Samtgemeinden Sögel, Werlte, Nordhümmling, Dörpen und Lathen. Wir sagen DANKE für so viel Nächstenliebe!

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Der Name des Fallbeispiels ist frei erfunden.

Bildunterschrift: Oskar spendet vielen Palliativpatienten Trost!

 

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